Montag, 8. März 2010

Urin trächtiger Stuten für Hormonpräparate

„Aus einer natürlichen Quelle stammend.“ So bezeichnet der Hersteller in der Verpackungsbeilage die Herkunft ihres Medikaments „Premarin.“
Presomen ist das in Deutschland am häufigsten verschriebene Östrogenpräparat und wird zur Zeit von ca. 1 Million Frauen eingenommen. Das Präparat wird in Hannover hergestellt.

Dass es sich bei der „natürlichen Quelle“ um ca. 75 000 Stuten handelt, die in rund 600 PMU- Farmen in den USA und Kanada, beinahe ihr ganzes Leben zusammengepfercht in Massentierfarmen in Kanada und den USA verbringen müssen, wird nicht erwähnt. Bei Frauen lassen sich mit dem Medikament Premarin unangenehme Störungen und Gewebeveränderungen bekämpfen, die in den Wechseljahren aufgrund der reduzierten körpereigenen Produktion des Hormons Östrogen auftreten. Weltweit wird zu 80% das Medikament Premarin, auch Presomen genannt, verschrieben. Zur Gewinnung des Grundstoffes für dieses Produkt müssen die Stuten trächtig sein. Während sieben Monaten (Oktober-April) der elf Monate dauernden Tragezeit werden die Stuten Tag und Nacht im Stall angebunden, damit der begehrte östrogenreiche Urin in einer fest an ihr Hinterteil gepressten Vorrichtung aufgefangen werden kann.

Die Stuten sind in Ständen völlig eingeengt, die Stuten können nicht mehr als einen Schritt oder zwei Schritte in irgendeine Richtung machen, können sich nicht bequem hinlegen, noch sich auf die Seite rollen oder ihren Kopf auf den Boden legen und ruhen.
Die Größe des Ständers beträgt 1,5 mal 2,4 Meter.
Viele PMU- Stuten müssen vorzeitig geschlachtet werden. Der Hauptgrund hierfür liegt im Bewegungsmangel, der zu Schäden an den Gliedmassen führt. Viele Tiere weisen an den Flanken unversorgte Wunden auf, entzündete Augen, Beine und Unterleib sind oft von Flüssigkeitsaufbau geschwollen.Auf einigen PMU-Farmen kümmert man sich so wenig um die Stuten, daß diese praktisch wieder zu Wildtieren und so scheu geworden sind, daß sie Menschen, die sich ihrer Box nähern, ausweichen.

Im amerikanischen Werbematerial der Firma wird behauptet, daß die "Stuten hochgeschätzt sind und gut versorgt werden" und man zitiert den Empfohlenen Praxiskodex für die Pflege und Handhabung von Pferden in PMU-Betrieben als Beweis für die ausgezeichnete Pflege. Leider verfügt der Praxiskodex über geradezu rührend niedrige Standardanforderungen, ist rein freiwillig und wird bestenfalls ganz locker gehandhabt bzw. umgesetzt.

Damit möglichst hoch konzentrierter Urin ausgeschieden wird, erhalten die Pferde Trinkwasser nur in kleinen Mengen. Dadurch entstehende Nieren- und Leberschäden können ebenfalls zum frühzeitigen Tode der Pferde führen.
Nach Aussagen der Inspektoren des US-Amerikanischen Landwirtschaftsministeriums werden die Farmer ermutigt die Trinkwassermenge drastisch zu reduzieren.Die Trinkwasser-Versorgung ist ein anderes besorgniserregendes Thema.
Der Gebrauch von Wasser ist auf einer PMU-Farm streng limitiert.
Nur wenige Stuten erhalten die in Wyeth`s Praxiskodex angegebene Menge Wasser.

Der Preis für einen Liter östrogenreichen Urins beträgt ca. 4-5 Dollar.

Presomen ist eines der Produkte auf dem Markt, das unter grausamsten Bedingungen hergestellt wird.
Fohlen gelten als unerwünschte Nebenprodukte dieser grausamen Ausbeutung der Stuten.
Die meisten der ca. 75 000 Fohlen, die jedes Jahr geboren werden, nimmt man der Mutter schon nach 4 Monaten weg, um sie an einer Auktion an Fleischhändler zu verkaufen. Andere werden auf der Farm gemästet und später direkt ins Schlachthaus gebracht. Bedauerlicherweise wird von Ärzten und Apotheken viel zu wenig darauf hingewiesen, dass es auch pflanzliche Mittel gibt, deren Herstellung keine Stuten auf solch eine grauenhafte Weise leiden lässt.

Es muss aufgeklärt werden, dass es auch Alternativen gibt, aber leider verschreiben viele Ärzte trotzdem Presomen.

Für weitere Infos: http://www.peta.de/web/die_tragoedie_der.218.html

Quelle: http://www.mrs-twisting-smith.de/index.php?id=238/


Kommentare:

  1. Und wann kümmert sich mal jemand um die Rennpferde die verheizt werden ? Fast an jedem Wochenende wird auf einer Deutschen Rennbahn ein junges Pferd wegen Beinbruch eingeschläfert. Oder sie erleiden Lungenbluten wegen Überanstrengung,Kreislaufkollaps, Pferde mit Sehnenschäden, 2 Jährige Pferde die noch halbe Kinder sind, Peitscheneinsatz der Jokeys u.s.w.
    Für diese Pferde erhebt scheinbar niemand seine Stimme, warum ist das so ?

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  2. Da bist Du schlecht informiert, Michaela. Das tun sehr viele. Zum Beispiel:

    http://pferdehilfe-sonnenhof.de/

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